Jahreswechsel mit Wassertropfen

Für mich hat das Jahr 2014 schon begonnen. Am vierten Advent feierte ich mit meinem Freundeskreis zum 29. mal unser Jahresabschlussfest. Seit 1985 feiern wir da Silvester und Weihnachten an einem Wochenende. Diesmal hatten wir es aber auch in anderer Hinsicht feucht-fröhlich.

Meine Liebste und ich waren nach einem langen ersten Festtag nach hause gekommen. Am Morgen hatten wir festgestellt, dass wir kein warmes Wasser mehr hatten, und abends waren wir froh darüber, dass es wieder funktionierte. Von der traditionellen alljährlichen Pfirsichbowle ein wenig beschwipst gingen wir schlafen.

Um 3 Uhr wurde meine Liebste wach, weil es irgendwo in der Wohnung tropfte. Von der Bowle konnte es nicht sein, weder direkt noch indirekt, also anhand einer alkoholinduzierten Hirntäuschung oder etwas ähnlichem. Es musste sich um ein reales Phänomen handeln. Und tatsächlich fand sie ein stetiges Wassertropfen im Heizungsschacht, das zu breit gefächert war, als das man es mit einem aufgestellten Eimer hätte beheben oder doch zumindest sich selbst überlassen können. Wenn wir vorher noch ein wenig von der Bowle benebelt gewesen waren, verschwand dieses Gefühl nun schlagartig. Den ganzen Adventsonntag wollten wir bei unserem Jahresfest sein, aber wir konnten dieses Gewässer ja nicht sich selbst überlassen. Also mussten wir noch in der Nacht den technischen Notdienst unserer Wohnungsbaugesellschaft anrufen und jemanden aus dem Bett klingeln. Natürlich war der arme Mann nicht bester Stimmung, als er bei uns eintraf, zumal er sich schon die letzten Tage mit dem Problem der Heizung hatte herumschlagen müssen und gerade der Meinung gewesen war, er habe es gelöst. Mit den Stadtwerken gab es dann ein Kompetenz- und Zuständigkeitsgerangel morgens um halb fünf. Und meine Liebste und ich saßen müde daneben und hätten gern noch ein wenig geschlafen. Tun konnte der Techniker ohnehin nichs und vertröstete uns auf den Handwerker, der im Laufe des Tages kommen sollte. Aber wir wollten weg. Dem Techniker war das ein Achselzucken wert.

Also biss ich am Morgen in den sauren Apfel und erklärte mich bereit, auf den Handwerker zu warten, während meine Liebste zum Jahresfest ging. Gerade war sie nach einem Frühstück fort gegangen, als der Handwerker auch schon kam. Er schaute in unseren Heizungsschacht und meinte: „Ach, das kommt ja von oben!“ Das hatte ich ihm bereits am Telefon gesagt, aber er glaubte es erst, als er es selbst sah. Somit entließ er mich, und ich konnte noch rechtzeitig zum Jahresfest erscheinen.

Am vierten Advent gegen vier Uhr nachmittags erklang der Jahressieger unserer Hitparade, die Sängerin Pink mit ihrem Titel „Try“, und dann hoben wir die Gläser zu ABBA’s „Happy new year“. Das Jahr 2014 begann.

Vielleicht habe ich deshalb vergessen, euch allen ein frohes Fest und einen guten Rutsch zu wünschen. Aber das möchte ich hiermit nachholen.

Und in Wahrheit hatte dieses Posting viel mit meinem Computer und seinem Ausfall zu tun. Aber davon will ich euch in meiner nächsten Geschichte erzählen.

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